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Die Wohnwand mit viel Stauraum: so planst du sie richtig

Eine Wohnwand nimmt Fernseher, Bücher, Geschirr und Kleinkram an einer einzigen Wand auf. Ob sie wuchtig wirkt oder luftig, entscheidet die Planung, nicht die Breite.

Illustration: Eine Wohnwand aus niedrigem TV-Lowboard mit Fernseher, einem Vitrinenschrank links, einem geschlossenen Hochschrank rechts und Wandregalen darüber.
Illustration – zeigt keinen bestimmten Artikel und kein Angebot.

Eine Wohnwand ist ein großer, mehrteiliger Schrank für das Wohnzimmer. Wikipedia führt sie unter dem Stichwort Schrankwand, auch Anbaureihe genannt, und beschreibt ihren Kernvorteil knapp: viel Stauraum auf kleiner Grundfläche. Genau deshalb suchen so viele Menschen nach einer Wohnwand mit viel Stauraum. Der Haken liegt in der Masse: Ein Möbel, das eine ganze Wand füllt, prägt den Raum stärker als jedes Sofa.

Welche Bauweisen es gibt

Wer heute eine Schrankwand kauft, bekommt fast immer Serienmöbel. Unterschieden wird vor allem, wie die Teile zusammenkommen.

BauweiseWas sie ausmachtPasst, wenn …
Kombination einzelner ElementeSchränke, Regale, Vitrinen und Lowboard stehen nebeneinander, in unterschiedlichen Höhendu flexibel bleiben und später umstellen willst
Durchgehende AnbauwandElemente werden fest miteinander verschraubt und bilden eine Fronteine ruhige, geschlossene Wand gewünscht ist
Endlosbauweiseeinzelne Seiten und Böden, an den Raum angepasstdie Nische krumme Maße hat
Maßanfertigungvom Schreiner, bis zur Decke mit Blenden angeschlossenDachschrägen oder Altbaunischen den Standard sprengen

Wikipedia hält fest, dass die klassische raumhohe Schrankwand vielen heute zu massiv wirkt. Gefragt sind eher frei kombinierte Elemente in wechselnden Höhen, teils mit offenen Rückwänden, die luftiger wirken.

Wie viel Stauraum du wirklich brauchst

„Viel Stauraum“ ist keine Maßangabe. Bevor du Breiten vergleichst, lohnt eine ehrliche Bestandsaufnahme:

Wer nur einen Teil davon wirklich braucht, ist mit einem Highboard oder einem Sideboard oft besser bedient als mit einer kompletten Wand.

Ausmessen und Aufstellen

Miss nicht nur die Wandbreite. Wichtig sind auch Steckdosen, Antennen- und Netzwerkdosen, Heizkörper, Fensterlaibungen und Türen, die aufschwenken müssen. Zeichne die Wand auf und trage die Möbelmaße samt geöffneten Türen und herausgezogenen Schubladen ein.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Wikipedia weist darauf hin, dass eine Schrankwand an Außenwänden, besonders in Altbauten, Schimmel begünstigen kann, und empfiehlt einige Zentimeter Abstand zur Wand, damit Luft zirkulieren kann. Plane diesen Spalt ein, bevor du die Breite der Nische voll ausreizt.

Fest an die Wand

Eine hohe Schrankwand muss gegen Kippen gesichert werden, besonders wenn Kinder im Haushalt sind. Die Aktion Das sichere Haus rät, Regale und Schränke mit Metallwinkeln an der Wand festzuschrauben. Nutze die Beschläge und die Anleitung des Herstellers; wenn du wegen der Luftzirkulation Abstand zur Wand lassen willst, kläre vorher, wie die Kippsicherung diesen Spalt überbrückt.

Material, Dekor und Eiche

Viele Suchanfragen zielen auf ein solches Möbel in Eiche oder in „Sonoma Eiche“. Sonoma Eiche ist keine Baumart, sondern ein Dekorname: eine Oberfläche, die Eiche nachbildet. Laut Wikipedia werden Schrankwände meist aus furnierten oder beschichteten Spanplatten gebaut. Bei einem Dekor liegt also eine bedruckte Beschichtung auf der Platte, bei einem Furnier ein dünnes Blatt echtes Holz.

OberflächeStärkeSchwäche
Dekor (beschichtet)pflegeleicht, einheitlicher FarbtonKratzer und Kantenschäden lassen sich kaum ausbessern
Furnierechte Holzmaserungempfindlicher, braucht passende Pflege
Massivholzreparierbar, abschleifbarschwer, teurer, arbeitet mit dem Raumklima

Wer auf die Raumluft achtet, kann nach dem Umweltzeichen Blauer Engel für emissionsarme Möbel aus Holz und Holzwerkstoffen (DE-UZ 38) fragen. Dessen Kriterien verlangen unter anderem, dass für Verschleißteile wie Scharniere, Schlösser und Auszüge mindestens fünf Jahre kompatibler Ersatz verfügbar ist. Bei einem Möbel mit vielen Türen ist das ein praktischer Punkt.

Beleuchtung und Technik

Eingebaute Beleuchtung setzt Vitrinen und offene Fächer in Szene. Frag nach, ob sich die Leuchten tauschen lassen und wo Netzteil und Schalter sitzen. Für den Fernseher zählen Kabeldurchlässe in der Rückwand und genug Luft für Geräte, die warm werden.

Stauraum und Sitzordnung zusammen planen

Die große Schrankfront bestimmt, wo das Sofa steht, und damit die ganze Sitzordnung. Wer das Wohnzimmer neu einrichtet, plant beides zusammen; Ideen für ein abgestimmtes Wohnzimmer-Set helfen dabei. Steht das Esszimmer im selben Raum, sollte die Holzoptik zum ausziehbaren Esstisch aus Eiche passen oder bewusst kontrastieren. Alle Ratgeber zu Wohnzimmer, Esszimmer und Küche findest du im Bereich Wohnen, Essen, Küche und Bad.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Wohnwand und Schrankwand?

Im Kern keiner. Wikipedia führt «Wohnwand» als österreichischen und schweizerdeutschen Ausdruck für die Schrankwand. Gemeint ist ein großer, mehrteiliger Schrank, meist für das Wohnzimmer.

Muss eine Wohnwand an der Wand befestigt werden?

Ja, hohe Möbel sollten gegen Kippen gesichert werden. Die Aktion Das sichere Haus empfiehlt, Schränke und Regale mit Metallwinkeln an der Wand festzuschrauben. Halte dich an die Beschläge und die Montageanleitung des Herstellers.

Wie viel Abstand braucht der Schrank zur Wand?

Eine feste Zahl nennen wir nicht, weil uns keine geprüfte Quelle eine liefert. Wikipedia rät bei Außenwänden, besonders im Altbau, zu einigen Zentimetern Abstand, damit Luft zirkuliert und kein Schimmel entsteht.

Ist Sonoma Eiche echtes Holz?

Nein, Sonoma Eiche ist ein Dekorname für eine Oberfläche, die Eiche nachahmt. Darunter liegt meist eine beschichtete Holzwerkstoffplatte. Echte Eiche erkennst du an Angaben wie „Massivholz“ oder „Echtholzfurnier“.

Woran erkenne ich eine schadstoffarme Schrankwand?

Ein Anhaltspunkt ist der Blaue Engel DE-UZ 38 für emissionsarme Möbel aus Holz und Holzwerkstoffen. Ein weiteres Gütezeichen ist das Goldene M der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel. Frag beim Hersteller nach, welches Zeichen das konkrete Möbel trägt.