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Sessel mit Hocker: der Lesesessel zum Beine-Hochlegen

Ein Sessel mit Hocker macht aus einem Sitzplatz einen Ruheplatz. Damit das klappt, müssen Sitz, Hocker und Raum zueinander passen – nicht nur die Farbe.

Illustration: Eine Person liest in einem gepolsterten Sessel und hat die Beine auf den passenden Hocker gelegt; daneben eine Stehlampe und ein Bücherregal.
Illustration – zeigt keinen bestimmten Artikel und kein Angebot.

Ein Sessel mit Hocker ist die einfachste Form, die Beine hochzulegen, ohne gleich einen Relaxsessel mit Mechanik zu kaufen. Der Hocker steht frei vor dem Sessel und lässt sich verschieben, als Beistelltisch nutzen oder als zusätzlicher Sitz anbieten. Diese Seite zeigt, worauf du bei der Kombination achten solltest.

Wann sich der Hocker lohnt

Der Hocker lohnt sich vor allem, wenn du lange sitzt: beim Lesen, beim Fernsehen oder beim Stillen. Mit hochgelegten Beinen sitzt du automatisch weiter zurückgelehnt, und die Lehne trägt mehr vom Oberkörper. Für kurze Sitzphasen, etwa einen Sessel neben dem Esstisch, ist er dagegen oft nur im Weg.

Ein Hocker ist außerdem flexibel. Wikipedia beschreibt bei heutigen Polstergarnituren, dass der Einzelsitzplatz teilweise durch einen Hocker ersetzt wird, «der variabel – auch als Tisch – genutzt wird». Mit einem Tablett darauf wird er zur Ablage, bei Besuch zum zusätzlichen Platz.

Hocker oder ausklappbare Fußstütze?

LösungVorteileNachteile
Separater Hockerflexibel, ohne Mechanik, auch als Ablage nutzbarbraucht eigene Stellfläche
Relaxsessel mit FußstützeBeinteil immer dabei, Lehne oft verstellbarMechanik, meist schwerer und größer
Sessel ohne Hockerkompaktkeine Beinablage

Wer viel fernsieht und die Lehne verstellen will, schaut sich Relaxsessel an. Wer flexibel bleiben möchte, ist mit dem separaten Hocker besser bedient. Einen Überblick über alle Formen gibt der Ratgeber zu bequemen Sesseln; den Klassiker mit hoher Lehne findest du beim Ohrensessel in Beige und anderen Farben.

Sessel und Hocker richtig kombinieren

Ob Sessel und Hocker zusammen funktionieren, entscheidet sich an wenigen Punkten:

Feste Maße für Sitz- und Hockerhöhe nennen wir nicht, weil es keine allgemein gültige Angabe gibt, die wir mit einer Quelle belegen könnten. Probesitzen mit Hocker ist der einzige verlässliche Test.

Kleiner Sessel mit Hocker für wenig Platz

In kleinen Wohnungen kostet der Hocker oft mehr Fläche als der Sessel selbst. Ein kleiner Sessel mit Hocker funktioniert, wenn der Hocker tagsüber woanders gebraucht wird: als Ablage neben dem Sofa, als Sitz im Flur oder unter einem Tisch. Achte bei kompakten Sesseln besonders darauf, dass die Sitztiefe zu deinen Beinen passt. Kleine Modelle sind manchmal so flach, dass langes Sitzen unbequem wird.

Sessel in Grau: warum so beliebt

Grau ist bei Polstermöbeln eine häufige Wahl, weil es zu fast allem passt: zu hellem Holz, zu Weiß, zu Beton und zu kräftigen Farben. Ein grauer Sessel mit Hocker fügt sich neben ein Sofa in anderer Farbe ein, ohne dass die Kombination gewollt aussieht. Helles Grau zeigt allerdings Flecken, dunkles Grau Staub und Tierhaare.

Wer mehr Farbe will, kann den Hocker in einem Akzentton beziehen lassen und den Sessel neutral halten. Wie ein kräftiger Ton im Raum wirkt, zeigt der Ratgeber zum gelben Sofa. Zu einem beigen Samtsofa passt ein grauer Sessel, wenn ein Material wiederkehrt; Hinweise dazu stehen beim Samtsofa in Beige.

Ein Sessel in der Küche?

Wer nach einem Sessel für die Küche sucht, will meist einen gemütlichen Platz in der Wohnküche. Hier gelten andere Prioritäten als im Wohnzimmer: ein eher aufrechter Sitz, ein abwischbarer oder gut zu reinigender Bezug und eine Form, die nicht in Laufwege ragt. Ein Hocker ist in der Küche meist überflüssig. Bei Stoffbezügen hilft es, die Scheuerbeständigkeit zu erfragen. Laut Wikipedia wird sie nach der Martindale-Methode in Scheuertouren angegeben, und je mehr Touren, desto strapazierfähiger der Stoff.

Alle Ratgeber zu Sesseln und Sofas findest du im Bereich Sofas & Sessel.

Häufige Fragen

Wie hoch sollte der Hocker zum Sessel sein?

Nicht höher als die Sitzfläche des Sessels, damit die Beine nicht nach oben abknicken. Eine allgemein gültige Maßangabe gibt es nicht; probiere die Kombination im Sitzen aus.

Muss der Hocker zum Sessel passen?

Nicht zwingend. Gleicher Bezug wirkt ruhig, ein Kontrast macht den Hocker zum eigenen Möbel. Wichtig sind Höhe und Polsterhärte, nicht die Farbe.

Ist ein Sessel mit Hocker besser als ein Relaxsessel?

Er ist flexibler und kommt ohne Mechanik aus. Ein Relaxsessel hat dafür eine verstellbare Lehne und die Fußstütze immer dabei. Für langes Fernsehen ist er oft bequemer.

Lohnt sich ein kleiner Sessel mit Hocker?

Ja, wenn der Hocker tagsüber eine zweite Aufgabe hat, etwa als Ablage oder Zusatzsitz. Prüfe bei kleinen Sesseln besonders die Sitztiefe.

Welcher Bezug eignet sich für einen grauen Sessel?

Bei Stoff gibt die Scheuerbeständigkeit nach Martindale einen Vergleichswert. Helles Grau zeigt Flecken, dunkles Grau Staub und Haare; das hilft bei der Wahl des Tons.